Kimchi-Grundrezept
Das klassische koreanische Rezept für hausgemachtes Kimchi mit Chinakohl, Chili, Knoblauch und Ingwer. Einfach zu machen, intensiv im Geschmack und schnell fertig.
Aktualisiert: Juli 2026
Kimchi ist das nationale Ferment Koreas — würzig, aromatisch und seit Jahrtausenden Basis der koreanischen Küche. Das Gute: Es ist nicht schwerer zu machen als Sauerkraut, aber deutlich interessanter im Geschmack. Dieses Grundrezept funktioniert zuverlässig und ist ein idealer Einstieg in die asiatische Fermentationswelt.
Zutaten für 1–1,5 Liter Kimchi
- 1 Kopf frischer Chinakohl (Napa Kohl, ca. 800 g–1 kg)
- 15–20 g Salz (etwa 2% des Kohls)
- 3–4 Knoblauchzehen, sehr fein gehackt oder gerieben
- 1 daumengrosse Ingwerwurzel, sehr fein gerieben
- 1–2 rote Chilischoten, ohne Kerne, sehr fein gehackt (oder 1 Teelöffel Gochugaru, koreanisches Chili-Pulver)
- 2 Teelöffel Senfkörner (optional, aber typisch)
- 1 Teelöffel Zucker (löst die Gärung aus, wird völlig aufgebraucht)
Zubereitung Schritt für Schritt
- Chinakohl vorbereiten: Äussere Blätter entfernen, den Kohl längs halbieren. In ca. 2–3 cm breite Stücke schneiden. Grüne Blätter und weisse Rippen gemischt verwenden.
- Salzlake ansetzen: 1 Liter Wasser mit 20 g Salz anrühren (2%). Den geschnittenen Kohl darin 2–4 Stunden einweichen oder über Nacht im Kühlschrank. Dies weicht die Fasern auf und macht sie würzepermeable.
- Würzpaste zubereiten: Knoblauch, Ingwer, Chili, Senfkörner und Zucker in einer Schüssel zu einer Paste vermengen. Die Konsistenz sollte dick und klebrig sein — wie eine dicke Sauce.
- Kohl abtropfen: Nach dem Einweichen den Kohl gründlich abtropfen lassen (aber nicht ausdrücken). Die Salzlake zum Notfall-Nachfüllen aufbewahren.
- Würzen: Den abtropfenden Kohl in eine grosse Schüssel geben und die Würzpaste gründlich mit den Händen untermischen. Jedes Kohlstück sollte fein mit Paste bedeckt sein. Dies dauert 5–10 Minuten intensives Kneten.
- Ins Gefäss schichten: Den gewürzten Kohl fest in ein sauberes Glas oder Gärtopf schichten und hinunterdrücken. Die Würzflüssigkeit wird dabei nach oben gepresst. Mit einem Kohlblatt abdecken, mit Gewicht beschweren. Alles muss unter Flüssigkeit liegen — wenn nötig, etwas Salzlake nachfüllen.
- Verschliessen: Mit Gärverschluss oder losem Deckel bei Raumtemperatur lagern.
- Fermentieren: Nach 1–2 Tagen beginnt es zu blubbern. Das Kimchi ist nach 3–7 Tagen essbar, wird aber durch längere Gärung (1–3 Wochen) intensiver. Regelmässig kosten und kühl lagern, wenn der Geschmack passt.
Farbe, Geruch und Qualitätskontrolle
Gutes Kimchi hat ein intensives Rot, riecht würzig-umami und knackig-sauer. Schaum auf der Oberfläche ist normal — abschöpfen. Weisser Belag: harmlos, abschöpfen. Schwarzer, schleimiger oder faulig riechender Belag: entsorgen. Das Kimchi sollte nach Chili, Knoblauch und Säure riechen, nie nach Fäulnis. Farbe kann von Rot bis Orange variieren — das ist normal und abhängig von Chili-Sorte und Gärdauer.
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Abweichungen und Varianten
Zu mild: Nächstes Mal mehr Chili oder Gochugaru verwenden. Zu salzig: Chili-Paste war nicht gut vermischt — besser verteilen. Mit Rettich: Klassisches Kimchi enthält auch dünne Rettich-Scheiben (Daikon), etwa 150 g pro Kilogramm Kohl. Mit Fisch: Echter Kimchi nutzt oft Fischsauce (1–2 Teelöffel) für Umami — optional und vegan weglassbar. Mit Meeresalgen: Ein paar getrocknete Nori-Streifen geben zusätzliches Aroma.
Lagerung und Haltbarkeit
Nach der Gärung kühl lagern. Im Kühlschrank oder kalten Keller bleibt Kimchi viele Monate, solange es von Flüssigkeit bedeckt bleibt. Die Gärung läuft bei Kälte sehr langsam weiter, was den Geschmack verfeinert. Mit sauberem Besteck entnehmen, luftdicht wieder verschliessen. Ein gutes Kimchi wird mit der Zeit nur besser — tiefere Komplexität entwickelt sich über Wochen und Monate.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Sauerkraut und Kimchi?
Kann ich Chinakohl durch andere Kohlsorten ersetzen?
Wie scharf wird mein Kimchi?
Wie lange dauert Kimchi-Fermentation?
Brauche ich koreanische Paste oder kann ich es einfacher machen?
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