Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Mehr erfahren

Stangensellerie und Knollensellerie zur Fermentation vorbereitet
Hygiene-Hinweis: Sellerie gründlich waschen, Knollensellerie schälen, mit sauberem Glas und sauberem Besteck arbeiten. Alles muss vollständig unter der Lake bleiben.
Gemüse-Rezept

Sellerie fermentieren

Ob knackige Stange oder erdige Knolle — beide Sellerie-Arten lassen sich hervorragend fermentieren und werden dabei milder und aromatischer als roh.

Aktualisiert: August 2026

Sellerie wird beim Fermentieren oft übersehen — zu Unrecht. Sowohl Stangensellerie als auch Knollensellerie (Sellerie-Wurzel) gären zuverlässig und entwickeln dabei ein Aroma, das deutlich runder ist als die manchmal etwas bittere, grasige Note von rohem Sellerie.

Stangensellerie vorbereiten

Stangen waschen und die groben, faserigen Stränge an der Außenseite mit einem Sparschäler abziehen — das macht das spätere Ferment deutlich angenehmer zu kauen. Anschließend in 5–8 cm lange Stücke oder dünnere Sticks schneiden. Stangensellerie gibt beim Salzen kaum eigene Flüssigkeit ab, deshalb wird er in einer separat angerührten Salzlake (2 Prozent, also 20 g Salz pro Liter Wasser) eingelegt.

Knollensellerie vorbereiten

Die Wurzelknolle großzügig schälen, bis keine erdigen oder holzigen Stellen mehr zu sehen sind, dann in Würfel, Stifte oder dünne Scheiben schneiden. Wie Möhren oder Blumenkohl gibt auch Knollensellerie kaum eigene Flüssigkeit ab und wird deshalb ebenfalls in Salzlake eingelegt statt trocken gesalzen.

Grundrezept Stangensellerie

Für ein 1-Liter-Glas: 400 g Selleriestangen (in Stücken, Fäden entfernt), 20 g Salz gelöst in 1 Liter Wasser, 1 TL Senfkörner, optional etwas Zitronenschale. Sellerie ins Glas packen, mit Lake übergießen, bis alles bedeckt ist, mit Glasgewicht beschweren und Gärverschluss aufsetzen. Bei 18–20 °C 10–14 Tage gären lassen — etwas kühler als der übliche Bereich, das hilft, den Biss länger zu erhalten.

Grundrezept Knollensellerie

Für ein 1-Liter-Glas: 500 g geschälte, gewürfelte Selleriewurzel, 20 g Salz gelöst in 1 Liter Wasser, 3 Wacholderbeeren, 1 Lorbeerblatt. Gleiches Vorgehen wie beim Stangensellerie, allerdings mit etwas mehr Geduld: Rechnen Sie mit 2–3 Wochen bei 18–22 °C, bis die feste Struktur ausreichend durchgesäuert ist.

Warum sich die Bitterkeit abmildert

Roher Sellerie enthält Bitterstoffe und ätherische Öle, die für seinen charakteristischen, manchmal etwas herben Geschmack sorgen. Während der Milchsäuregärung werden Teile dieser Verbindungen abgebaut oder durch die entstehende Säure überlagert. Das Ergebnis ist ein runderes, weniger scharfkantiges Aroma — viele empfinden fermentierten Sellerie als deutlich zugänglicher als den rohen.

Passende Gläser und Gärtöpfe für Sellerie

Blubberglas Fermentation Kit Basic 1 L mit Gärverschluss & Glasgewicht

Blubberglas Fermentation Kit Basic 1 L mit Gärverschluss & Glasgewicht

24,49 €

Preis geprüft am 10.09.2026 — maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon

+ Komplettes 1-Liter-Glas mit Gärverschluss und Gewicht
+ Weithals-Öffnung — bequemes Befüllen
+ Alles dabei zum sofortigen Start
+ Ideale Menge für den ersten Ansatz
- Nur ein Glas — für parallele Ansätze nachkaufen
- Für größere Mengen zu klein
Preis auf Amazon prüfen
KOTARBAU Gärtopf 5 L Steinguttopf mit Deckel & Beschwerungsstein

KOTARBAU Gärtopf 5 L Steinguttopf mit Deckel & Beschwerungsstein

65,89 €

Preis geprüft am 10.09.2026 — maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon

+ Günstiger 5-Liter-Steinguttopf mit Deckel
+ Beschwerungsstein enthalten
+ Hermetischer Verschluss über die Wasserrille
+ Solides Preis-Leistungs-Verhältnis
- Verarbeitung nicht ganz auf Markenniveau
- Farbe/Glasur kann leicht variieren
Preis auf Amazon prüfen

Geschmackskombinationen

Zu Stangensellerie passen Zitronenschale, Dill und Senfkörner für eine frische Note. Knollensellerie verträgt kräftigere Gewürze wie Wacholder, Lorbeer oder einen Hauch Muskat, die seine erdige Seite unterstreichen. Wer beide Sorten mischt, erhält ein vielseitiges Ferment, das sowohl als knackiger Snack als auch als würfelige Beilage funktioniert.

Typische Fehler

Fäden nicht entfernt: Stangensellerie bleibt dann auch fermentiert zäh und faserig. Zu warm gelagert: begünstigt schnelleres Weichwerden, besonders bei Stangensellerie — mehr zu diesem Thema allgemein in unserem Ratgeber Warum wird mein Ferment weich?. Zu wenig Salz: wie bei jedem Gemüse gilt die 2-Prozent-Regel, siehe Salzmenge beim Fermentieren.

Weiterlesen und vertiefendes Wissen

Für noch mehr Wissen über Fermentation und Ausrüstung:

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Stangensellerie und Knollensellerie zusammen fermentieren?
Ja, das funktioniert gut und ergibt geschmacklich eine interessante Kombination aus knackigen Stangen und erdig-würfeliger Knolle. Achten Sie darauf, beide in ähnlich große Stücke zu schneiden, damit sie in etwa gleich schnell durchgären.
Wie bleibt Stangensellerie beim Fermentieren knackig?
Frische, feste Stangen verwenden, die groben Fäden vorher mit einem Sparschäler abziehen, kühl fermentieren (18–20 °C statt wärmer) und nicht zu lange gären lassen. Ein Tannin-Trick wie ein Traubenblatt oder ein Schwarztee-Beutel im Glas kann zusätzlich helfen, den Biss zu erhalten.
Wird fermentierter Sellerie weniger bitter?
Ja, häufig. Die typische, leicht bittere und grasige Note von rohem Stangensellerie mildert sich während der Milchsäuregärung ab und wird durch eine angenehme Säure ergänzt. Das macht fermentierten Sellerie auch für Menschen interessant, die rohen Sellerie eher meiden.
Muss ich Knollensellerie vor dem Fermentieren schälen?
Ja. Die dicke, erdige Schale der Selleriewurzel ist zäh und sollte großzügig mit einem Messer entfernt werden, bevor Sie die Knolle in Würfel, Stifte oder Scheiben schneidet. Nach dem Schälen kurz abspülen, um Erdreste zu entfernen.
Wie lange fermentiert Sellerie?
Stangensellerie ist meist nach 1–2 Wochen bei 18–22 °C angenehm sauer und noch knackig. Knollensellerie braucht durch seine festere Struktur oft etwas länger, etwa 2–3 Wochen, bis Säure und Textur ausgewogen sind.
Sollte ich die Fäden der Selleriestangen vor dem Fermentieren entfernen?
Empfehlenswert, aber nicht zwingend. Die groben, faserigen Stränge an der Außenseite der Stangen bleiben auch nach der Gärung zäh und lassen sich am besten vor dem Ansetzen mit einem Sparschäler abziehen, für ein angenehmeres Kauerlebnis.

Startklar für Ihr Sellerie-Ferment

Ein Fermentier-Set mit Gewicht und Gärverschluss macht den Einstieg auch bei ungewöhnlicherem Gemüse einfach.

Fermentier-Sets im Vergleich ansehen